04.07.2019

Ergebnisse: Sächsische Außenwirtschaftsumfrage 2019

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Die Ergebnisse der Unternehmensumfrage der sächsischen Industrie-und Handelskammern und der Handwerkskammern 2019 liegen vor. Sie beruhen auf den Antworten von 525 auslandsaktiven Unternehmen mit rund 35.500 Beschäftigten aus Industrie, Handel, dem Dienstleistungsbereich und dem Handwerk mit Sitz in Sachsen.

Sächsische Unternehmen haben im Jahr 2018 Waren im Wert von knapp 40,5 Milliarden Euro ins Ausland exportiert. Damit wurde der Spitzenwert des Jahres 2017 um zwei Prozent verfehlt.
Einen neuen Höchstwert erreichten die sächsischen Importe mit einem Zuwachs um zwei Prozent auf reichlich 24,4 Milliarden Euro.

Kernaussagen der Umfrage:

  • Das Auslandsgeschäft bleibt für jedes zweite befragte Unternehmen wichtig, ihre internationalen Geschäfte sind jedoch durch erhebliche Herausforderungen und politische Unsicherheiten geprägt.
  • Europäische Nachbarn sind aktuell Geschäftspartner Nummer eins.
  • China, USA und Russland stehen trotz bestehender Herausforderungen stark im Fokus der sächsischen Wirtschaft.
  • Die Suche und Auswahl verlässlicher Geschäftspartner ist maßgeblich für den Erfolg im internationalen Geschäft.
  • Der außenwirtschaftliche Rucksack für die Wirtschaft wird immer schwerer. Schlagworte wie der Brexit, US-Strafzölle oder Wirtschaftssanktionen sind in aller Munde. Viele Unternehmen berichten von neuen Hemmnissen in ihren internationalen Geschäften.
  • Die größte Herausforderung im internationalen Geschäft stellt dabei noch immer das Finden verlässlicher Geschäftspartner dar. Marktabschottung, Protektionismus, bürokratische Hemmnisse und Unsicherheiten bei der Anwendung des internationalen Vertragsrechts erschweren vielen Unternehmen die Geschäftstätigkeit in den Auslandsmärkten. Probleme in der Geschäftsabwicklung mit Drittländern werden vor allem im Zoll- und Exportkontrollrecht gesehen. Vor allem für das Geschäft mit Russland, China, USA, Iran und Großbritannien sind die Unsicherheiten weiter gestiegen. Zunehmende Handelskonflikte, die Abkühlung der Weltkonjunktur und der Brexit haben die sächsischen Unternehmen bei Ihren Aktivitäten behindert.
  • Das Reich der Mitte (China) ist mit einem Anteil von knapp 18 Prozent das beliebtestes Ziel außerhalb der Europäischen Union und wird aktuell als wichtigster Markt eingeschätzt. Die USA und Russland büßen in Folge der Handelspolitik und bestehender Sanktion zwar an Prozentpunkten ein, stehen neben China aber weiter im Fokus der sächsischen Wirtschaft. Die Unternehmen sehen nach wie vor im europäischen Binnenmarkt einen sicheren Hafen für ihr Auslandsgeschäft.

Aktuelle Veranstaltungen und Informationen zum Thema Außenwirtschaft in Sachsen finden Sie unter: www.aussenwirtschaft.sachsen.de