18.10.2018

HWK und IHK Chemnitz stellen Herbst-Konjunkturdaten für den Kammerbezirk Chemnitz vor

Im Kammerbezirk Chemnitz lässt das Wachstum etwas nach. Stabile Konsumausgaben und die Investitionen stützen zwar weiterhin die Konjunktur. Jedoch schwindet angesichts drohender Handelskonflikte sowie steigender Kosten- und Bürokratiebelastungen das Vertrauen in den Aufschwung. Das geht aus der gemeinsamen Umfrage zur Herbstkonjunktur von IHK und HWK hervor, die am Donnerstag (18.10.) in der Industrie- und Handelskammer Chemnitz vorgestellt wurde.

Demnach bleiben die aktuellen Einschätzungen der Unternehmen zur Geschäftslage auf hohem Niveau weitgehend stabil, während die Betriebe vorsichtigere Prognosen abgegeben. Im Ergebnis sinkt der gemeinsame Index der beiden Kammern, der gleichrangig die Einschätzungen zur aktuellen Lage sowie zu den Geschäftserwartungen abbildet, im Vergleich zur Vorjahresumfrage um fünf auf 132 Punkte.

Der Saldo aus positiven und negativen Lageurteilen erreicht mit 59 Punkten fast das Niveau des Allzeithochs vom Vorjahr. Dennoch bewerten rund 95 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Außer dem Handel und dem Verkehrsgewerbe geben alle Wirtschaftsbereiche gleichbleibende oder bessere Bewertungen als im Vorjahr ab. Dem Handel machen trotz anhaltendem Beschäftigungsaufbau sowie steigenden Löhnen und Gehältern vor allem die demografische Entwicklung und die Konkurrenz aus dem Netz zu schaffen. Im Verkehrsgewerbe konnten die gute Auftrags- und Umsatzentwicklung die steigenden Kosten bei den Kraftstoffen und die Ausgaben durch die Mautausweitung auf Bundesstraßen nicht auffangen. Nochmals gestiegen sind die positiven Einschätzungen in der Bauindustrie. Auch das Handwerk legt, getrieben von den Baugewerken, leicht zu. Industrie und Dienstleister bleiben auf hohem Niveau stabil.

Die Geschäftserwartungen fallen deutlich zurückhaltender aus. Alle Wirtschaftsbereiche korrigieren ihre Prognosen nach unten. Fachkräfteengpässe und die politischen Unwägbarkeiten auf nationaler und internationaler Ebene drücken die Stimmung. Gerade im Verkehr und im Handwerk fallen die Korrekturen besonders deutlich aus. Steigende Löhne, Rohstoff- und Mautpreise sowie offene Fragen zur Mietpreisbremse und zum sozialen Wohnungsbau verunsichern. Mit Ausnahme des Verkehrsgewerbes bleiben jedoch alle Wirtschaftsbereiche weitgehend optimistisch. Mit zwei von drei Unternehmen erwartet die große Mehrheit der Befragten gleichbleibende Geschäfte in den kommenden Monaten.

An der Umfrage der beiden Kammern beteiligten sich knapp 2.000 Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Bau, Handwerk, Dienstleistung, Handel und Güterverkehr mit insgesamt mehr als 40.000 Beschäftigten. Der Kammerbezirk Chemnitz umfasst die Stadt Chemnitz, den Erzgebirgskreis, den Landkreis Mittelsachsen, den Vogtlandkreis und den Landkreis Zwickau.

Den Konjunkturbericht finden Sie zum Download hier.

Wenn Sie Fragen zum Thema oder Interviewwünsche haben, können Sie sich gerne an einen der beiden folgenden Pressekontakte wenden:

Angela Grüner, IHK Chemnitz
Telefon: 0371 6900 1110
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Robert Schimke, HWK Chemnitz
Telefon: 0371 5364-241
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