13.05.2019

Konjunktur im Handwerk des Kammerbezirks Chemnitz erreicht neuen Spitzenwert

Konjunktur im Handwerk des Kammerbezirks Chemnitz erreicht in diesem Frühjahr einen neuen Spitzenwert

Der Konjunkturindex für das Handwerk im Kammerbezirk Chemnitz hat mit 141,4 Punkten in diesem Frühjahr erneut einen Spitzenwert erreicht.  Er liegt damit knapp zwei Prozentpunkte über dem Wert des Frühjahrs 2018 (139,5 Punkte).

Handwerkskammer-Präsident Frank Wagner: „Das Handwerk brummt weiterhin – trotz der mittlerweile leicht getrübten Aussichten für die Gesamtwirtschaft. Die anhaltend niedrigen Zinsen, eine gute Binnennachfrage und Konzentrationsprozesse im Handwerk haben den Betrieben erneut Rückenwind gegeben.“

Dank eines erneut vergleichsweise milden Winters fielen die saisonalen Schwankungen im vergangenen Halbjahr schwächer aus als üblich. Daher konnten die Gewerke des Bauhauptgewerbes stark in das erste Halbjahr starten.

80,1 Prozent der Betriebe gaben eine Auslastung von 80 Prozent und mehr an. 64,6 Prozent nannten sogar eine Auslastung von mehr als 90 Prozent. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage erhöhte sich der Auftragsvorlauf um eine Woche auf 12,2 Wochen. Diese außergewöhnliche Betriebsauslastung konzentriert sich vordergründig auf die Betriebe des Bauhandwerks, die erneut der Treiber der guten konjunkturellen Lage im Handwerk sind.

In allen Regionen des Kammerbezirks verzeichneten die Betriebe eine verbesserte Geschäftslage. Für die positive Gesamtentwicklung sind sowohl der gesunde Branchenmix im Kammerbezirk Chemnitz als auch die gewachsenen Wirtschaftsstrukturen verantwortlich.

Einmal mehr sind im Vergleich zur letzten Konjunkturumfrage die Einkaufspreise gestiegen. 64,9 Prozent der Betriebe gaben steigende und nur noch 0,7 Prozent sinkende Einkaufspreise an. Dies melden vor allem die Betriebe im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe. Aber auch Kfz- und Nahrungsmittelbetriebe sind deutlich betroffen.

Diese gestiegenen Einkaufspreise konnten die Betriebe erneut nur unvollständig auf die Verkaufspreise umlegen. So verzeichnen 54,6 Prozent der Betriebe stagnierende Verkaufspreise. Lediglich 42,9 Prozent der Betriebe konnten höhere Preise am Markt durchsetzen, während 2,5 Prozent der Betriebe sogar gesunkene Verkaufspreise angeben. Im Bauhauptgewerbe konnte jeder zweite Betrieb gestiegene Einkaufspreise an die Kunden weitergeben.

Dem Konjunkturbericht für das Frühjahr 2019 liegen die Antworten von 615 Handwerksbetrieben aus Chemnitz, dem Erzgebirgskreis, dem Landkreis Mittelsachsen, dem Vogtlandkreis und dem Landkreis Zwickau zugrunde. Insgesamt wurden 2.000 zufällig ausgewählte Mitglieds-betriebe der Handwerkskammer befragt, was einer Rücklaufquote von 30,75 Prozent entspricht.

Wenn Sie Fragen oder Interviewwünsche haben, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Schimke
Abteilungsleiter Medien und Marketing