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Kapitalbedarf und Finanzierung

Den Kapitalbedarf kennen

Der Kapitalbedarf zur Unternehmensgründung ist der Betrag an finanziellen Mitteln, den Sie benötigen, um mit Ihrem Unternehmen zu starten und die erste Aufbauphase zu überstehen. Das Kapital setzen Sie ein für das Anlagevermögen, für das Umlaufvermögen und Gründungskosten.

Anlagevermögen

Zum Anlagevermögen zählen Sachinvestitionen, die dem Unternehmen längerfristig zur Verfügung stehen. Die dafür erforderlichen Anschaffungskosten sind nach dem Vergleich von Angeboten leicht zu beziffern. Diese können zum Beispiel sein:

  • Erwerb von Grundstücken,
  • Bauliche Investitionen, Umbau, Renovierung,
  • Werkstattausstattung, Maschinen, Geräte, Werkzeuge,
  • Sonstige Betriebs-, Geschäfts- und Büroausstattung und
  • Fuhrpark

Umlaufvermögen

Die Ermittlung des Kapitalbedarfs für das Umlaufvermögen ist erheblich schwieriger. Zu berücksichtigen sind dabei insbesondere:

  • Verbrauch von Material,
  • Löhne,
  • Betriebskosten,
  • Produktionsdauer,
  • Lagerdauer und
  • Zahlungsmodus der Kunden.

Gründungskosten

Unter den Gründungskosten fassen Sie alle Ausgaben zusammen, die in einem direkten Zusammenhang mit der Gründung stehen. Diese können zum Beispiel sein:

  • Rechtsanwalt/Steuerberater,
  • Notar,
  • Unternehmensberater,
  • Gerichtskosten Handelsregistereintragung,
  • Franchiseeinstiegsgebühr,
  • Einführungswerbung und
  • Eröffnungsfeier.

Soweit Kosten für die private Lebensführung nicht anderweitig sichergestellt sind, sollten diese in den Kapitalbedarfsplan einbezogen werden. Sicherheitshalber ist hier ein Zeitraum von 6 Monaten zu veranschlagen.

Möglichkeiten der Finanzierung

Nach der Ermittlung des Kapitalbedarfs taucht die Frage nach der Herkunft des Geldes auf. Bei den meisten Gründungsvorhaben wird das notwendige Kapital aus mehreren Quellen zusammengetragen. Dabei sind die folgenden Finanzierungsgrundsätze zu beachten:

Goldene Bilanzregel
Das Anlagevermögen sowie das dauernd gebundene Umlaufvermögen sollten durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt werden.

Goldene Finanzierungsregel
Die Tilgungsdauer des von einem Unternehmen aufgenommenen Kapital muss sich mit der Lebensdauer der Kapitalanlage decken.

Finanzierungsmöglichkeiten
EigenkapitalSie können Eigenkapital in Form von Ersparnissen und/oder als Sacheinlagen einbringen.

Beteiligung

Auch über Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Mittelständische Beteiligungsgesellschaft mbH) ist eine Finanzierung möglich. Derartige Gesellschaften beteiligen sich jedoch nur eine bestimmte Zeit – in der Regel 10 Jahre – an einem Unternehmen.
KrediteKreditgeber sind die Hausbank und die Förderbanken des Landes (Sächsische Aufbaubank GmbH) und des Bundes (KfW - Mittelstandsbank). Eine Übersicht über verschiedene Darlehensprogramme finden Sie unter Öffentliche Förderung.
Zuschüsse/ ZulagenErkundigen Sie sich bei Ihrer Handwerkskammer nach Investitionszuschüssen, Zuschüssen zur Existenzgründung und zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze sowie nach der Investitionszulage.
Leasing/ Mietkauf

Leasing oder Mietkauf stellen eine mögliche Alternative zu Darlehen der Kreditinstitute dar. Jedoch sollten Sie auf Grund der vielfältigen Vertragsgestaltungen sehr sorgfältig mit diesen Finanzierungsinstrumenten umgehen.

Fremdmittel wie Hausbankdarlehen und öffentliche Fördermittel sind im Regelfall “banküblich“ abzusichern. Dies bedeutet, in der Mehrzeit der Fälle ist das gesamte Privatvermögen als eigene Sicherungsmöglichkeit einzusetzen. Eine Risikobeschränkung gegenüber dem Geldinstitut ist kaum möglich. Im Falle fehlender Sicherheiten besteht die Möglichkeit bei der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH einen Antrag auf Übernahme einer Ausfallbürgschaft zu stellen.

Das Beraterteam Ihrer Handwerkskammer steht Ihnen bei der Recherche nach aktuellen Fördermöglichkeiten für Ihr Vorhaben gern zur Seite.

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Im persönlichen Gespräch mit dem Betriebsberater Ihrer Handwerkskammer können diese auch gemeinsam erarbeitet werden. Das Beraterteam der Handwerkskammer Chemnitz unterstützt Sie dabei.

Weitere Informationen

  • Basel II - Kosten der Finanzierung. weiter...